Sonntag, 2. April 2017

Rezension: Letztendlich sind wir dem Universum egal

David Levithan

Originaltitel: Every Day
Seiten: 400
Erscheinungsdatum: 27. März 2014
Format/Preis: Gebunden: 16,99

                       Taschenbuch: 9,99€
Verlag: Fischer
ISBN: 978-3-8414-2219-4



Inhalt

Jeden Morgen wacht A in einem anderen Körper auf, in einem anderen Leben. Nie weiß er vorher, wer er heute ist. A hat sich an dieses Leben gewöhnt und er hat Regeln aufgestellt: Lass dich niemals zu sehr darauf ein. Falle nicht auf. Hinterlasse keine Spuren.
Doch dann verliebt A sich unsterblich in Rhiannon. Mit ihr will er sein Leben verbringen, für sie ist er bereit, alles zu riskieren – aber kann sie jemanden lieben, dessen Schicksal es ist, jeden Tag ein anderer zu sein?
Wie wäre das, nur man selbst zu sein, ohne einem bestimmten Geschlecht oder einer bestimmten Familie anzugehören, ohne sich an irgendetwas orientieren zu können? Und wäre es möglich, sich in einen Menschen zu verlieben, der jeden Tag ein anderer ist? Könnte man tatsächlich jemanden lieben, der körperlich so gestaltlos, in seinem Innersten aber zugleich so beständig ist?


Meine Meinung

Ein Buch, das mich zum nachdenken angeregt hat und ich euch deshalb vorstellen möchte.

Das Cover ist wirklich schön, vor allem, da es eine Anspielung auf die Handlung des Buches ist.
Die Geschichte ist wirklich, wirklich gut! Es ist nicht direkt ein Fantasybuch, wie man vermuten würde, denn eigentlich beschäftigt sich das Buch mit den Fragen "Wer sind wir?" und "Was ist Liebe?" was, wie ich finde, eine echt tolle Idee ist, da das Buch somit zum nachdenken aufgefordert hat. Würde man anders handeln, wenn man jeden Tag seinen Körper tauschen müsste? Wäre man dann netter oder wäre man nicht so oberflächlich und würde nur auf das Aussehen des Anderen achten? Das und vieles mehr sind Fragen, die das Buch aufwirft, da dies A ja passiert. Jedoch bleibt das Buch, auch spannungsmäßig, eher ruhig und viele Fragen werden nicht erklärt. Warum hat A diese Gabe? Könnte er andere kennen lernen, die so sind wie er?
Es gibt außerdem zwei Handlungsstränge. Einmal die Liebesgeschichte von A und Rhiannon und von Nathan, in dessem Körper A einen Tag ist und währenddessen so einiges schief läuft. Allerdings möchte ich nicht spoilern, also lest selbst.
Ich mochte den Schreibstil von David Levithan auch sehr gerne, da das Buch flüssig war und niemals künstlich langgezogen worden ist. Unnötige Details wurden weggelassen, was ein schnelles Lesen ermöglichte.
Die Charaktere mochte ich. Vor allem A und Rhiannon waren so sympathisch! Nur mochte ich Justin, den Freund von Rhiannon, überhaupt nicht. Er hat sie wie Dreck behandelt, obwohl sie alles für ihn tun würde. Eine ziemlich ungesunde Beziehung. Nathan fand ich teilweise sehr nervig, aber kann ihn natürlich auch verstehen. Und besonders mochte ich die Körper der anderen Personen, in die A geschlüpft ist. Das hat noch einmal verdeutlicht, dass, so perfekt auch jeder scheint, dass alle doch ihre Last zu tragen haben und seine einzigartige Lebensgeschichte mit sich trägt.

Fazit

Ein tolles Buch mit wenigen Erklärungen, aber dafür mit viel Platz für die eigenen Gedanken.
Ich vergebe dem Buch "Letztendlich sind wir dem Universum egal" insgesamt 5 von 5 Sternen.

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