Dienstag, 18. April 2017

Rezension: To all the boys I've loved before

Lara-Jean-Reihe 1

Jenny Han
To all the boys I’ve loved before
Originaltitel: To all the boys I've loved before
Seiten: 352
Erscheinungsdatum: 25.7.2016
Format/Preis: Taschenbuch: 16,00€
Verlag: Hanser
ISBN: 978-3-446-25081-9





Inhalt

Lara Jeans Liebesleben verlief bisher eher unauffällig. Nicht, dass es ihr an Herz oder Fantasie mangelte. Im Gegenteil, Liebeskummer hatte sie schon oft, und unsterblich verliebt war sie auch schon. Einmal sogar in den Freund ihrer großen Schwester. Klar, dass sie das keinem anvertrauen kann. Außer ihrer Hutschachtel. Denn um sich ihrer Gefühle klar zu werden, schreibt Lara Jean jedes Mal einen Abschieds-Liebesbrief, in dem sie so richtig ihr Herz ausschüttet, und legt ihn dort hinein. Diese fünf Briefe sind ein streng gehütetes Geheimnis. Bis zu dem Tag, an dem auf mysteriöse Weise jeder Brief seinen Empfänger erreicht und Lara Jeans rein imaginäres Liebesleben völlig außer Kontrolle gerät …


Meine Meinung

Das Cover finde ich ganz okay. Obwohl ich Personen bzw Gesichter auf Büchern nicht mag, ist es sehr schön gestaltet. Durch die hellen Farben und dem Mädchen (Lara Jean?), das Briefe schreibt, wirkt es sehr einladend.
Die Idee für die Geschichte finde ich wirklich sehr gut! Denn was wäre, wenn plötzlich alle Jungs, die du je geliebt hast, wüssten wie du über sie gedacht hast? Ein sehr interessantes Thema mit viel Potenzial. Deshalb hatte ich auch vielleicht ein wenig zu hohe Erwartungen an das Buch. Ich hätte mehr Chaos erwartet. Denn von 5 verschickten Briefen haben nur 2 Folgen angerichtet. 
Diese wurden jedoch sehr gut beschrieben und man konnte sich wirklich in Lara Jeans Probleme hineinversetzen. Ich konnte ihre Handlungen aber öfter nicht nachvollziehen und manchmal konnte ich wegen ihr nur meine Augen verdrehen. Beispielsweise hat sie sich kaum gefragt, wer ihre Briefe überhaupt abgeschickt hat, sondern sie hat sich einfach direkt damit abgefunden. Die Antwort auf diese Frage bekommt man auch in diesem Buch - und leider wurde ich enttäuscht, da es genau die Person war, mit der ich auch die ganze Zeit gerechnet habe.
Dieses Buch ist aber nicht nur eine Liebesgeschichte. Es dreht sich auch um das Thema Zusammenhalt und Problembewältigung in einer Familie und auch, dass man Menschen nicht verurteilen sollte, sondern, dass sich ein Blick hinter die Fassade lohnt - denn meistens sind die Menschen nicht so, wie man glaubt.
Jedoch hat es mir generell an Spannung gefehlt. Das Buch ist vor sich hin geplätschert, aber wirkliche Höhen und Tiefen waren leider nicht vorhanden. Vor allem am Anfang ist die Geschichte nicht in Fahrt gekommen und die ersten Seiten waren sehr anstrengend zu lesen, da ich mich ständig gefragt habe, wann die Geschichte endlich losgeht.
Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs ein wenig Probleme. Die Sätze sind nämlich sehr leicht und kurz. Nach einer Weile bin ich trotzdem gut damit zurechtgekommen und jedes Mal wurde ich in Lara Jeans kleine süße Welt versetzt.
Auch die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen. Denn diese Familie ist so süß. Der Vater, manchmal ein wenig überfordert von der Mädchenpower in seiner Familie, spielt leider nicht so eine große Rolle, obwohl er wirklich liebenswürdig rüberkommt. Kitty, die Kleinste, mochte ich sehr. Sie war sehr sarkastisch und wusste immer wie sie das bekommt, was sie möchte. 
Lara Jean ist sehr unsicher, dennoch sehr kreativ und sie lebt ein bisschen in ihrer eigenen Welt. Sie versteckt sich sehr hinter ihrer großen Schwester Margot und versucht auch oft ihr hinterherzueifern und so zu sein wie sie.
Ihre Sichtweise über Margot verändert sich in diesem Buch sehr. Für sie war sie immer die perfekt große Schwester, die alles im Griff hat - was aber nicht so ist. Generell lernen alle Charaktere dazu und die Probleme die sie haben schweißen sie nur noch besser zusammen und auch der schon starke Zusammenhalt der Schwestern, verstärkt sich nach ein paar Rückschlägen wieder sehr.
Wahrscheinlich waren die Charaktere auch mein größter Punkt, warum ich das Buch weitergelesen habe.

Fazit

Eine nette Geschichte für Zwischendurch, die allerdings ohne tolle Charaktere ziemlich langweilig geworden wäre.
Ich vergebe dem Buch "To all the boys I've loved before" insgesamt 3 von 5 Sternen.

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